ZWISCHEN ZEICHEN UND SUBSTANZ 26 P 2 | BETWEEN SIGN AND SUBSTANCE 26 P 2
kein chaos weder
ordnung schwebendes geschieht
masse gegen spur
RHYTHMISCH AUFGELADEN | CHARGED RHYTHMUS
zwischen zeichen
und substanz
aufgeladen
rhythmus vertikal
between sing and substance
rhythmically charged
vertical
GELBES RAUSCHEN | YELLOW NOISE
zwischen kontrolle
und zerfall geworfenheit
ein gelbes rauschen
TURBULENCE
nichts das sich fügt
aggressive präsenz
ringende kräfte
Zu sehen ist eine Arbeit, die zwischen Geste, Sediment und energetischem Feld oszilliert.
Das Bild wirkt wie ein Austragungsort von Kräften. Die Formen erscheinen nicht als Zeichen für etwas, sondern als materielle Ereignisse selbst – als Spuren eines Ringens zwischen Verdichtung und Auflösung. Interessanterweise entstehen keine stabilen Figuren. Dennoch evoziert das Bild permanent Ansätze von Körperlichkeit: Glieder, Fragmente, Gelenke, abrupte Richtungswechsel. Es scheint, als würde sich etwas formieren und zugleich wieder zerfallen. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen organischer Bewegung und amorphem Grund. Der graue Hintergrund fungiert dabei als atmosphärisches Zwischenfeld. Er erinnert an Abrieb, Nebel, Betonstaub oder ausgelöschte Schichten. Die Oberfläche wirkt dadurch zeitlich aufgeladen. Man hat das Gefühl, mehrere Zustände gleichzeitig zu sehen: Überlagerungen, Auslöschungen, Revisionen. Diese Arbeit wirkt intensiv, instabil und prozessual. Sie hält Zustände offen. Gerade dadurch entwickelt sie Präsenz.
WIND ÜBER GRÜN | WIND OVER GREEN
flüchtig wie der wind
folgen sie nur ihrem lauf
flächen atmen grün
SPUREN IM NETZ | TRACES IN THE NET
pulsierendes licht
keine fessel hält
erneuerung spricht
NOTES GREEN 25 P 6
atme ein so tief
beschwingte resonanzen
ein sommerrauschen
BLATTSPUR | LEAF REMAINS
echo der erinnerung
überreste einer spur
vergangenes das spricht
WINDSTOSS | GUST OF WIND
bruchstücke
bewegt und
fortgetragen