TURBULENCE
nichts das sich fügt
aggressive präsenz
ringende kräfte
Zu sehen ist eine Arbeit, die zwischen Geste, Sediment und energetischem Feld oszilliert.
Das Bild wirkt wie ein Austragungsort von Kräften. Die Formen erscheinen nicht als Zeichen für etwas, sondern als materielle Ereignisse selbst – als Spuren eines Ringens zwischen Verdichtung und Auflösung. Interessanterweise entstehen keine stabilen Figuren. Dennoch evoziert das Bild permanent Ansätze von Körperlichkeit: Glieder, Fragmente, Gelenke, abrupte Richtungswechsel. Es scheint, als würde sich etwas formieren und zugleich wieder zerfallen. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen organischer Bewegung und amorphem Grund. Der graue Hintergrund fungiert dabei als atmosphärisches Zwischenfeld. Er erinnert an Abrieb, Nebel, Betonstaub oder ausgelöschte Schichten. Die Oberfläche wirkt dadurch zeitlich aufgeladen. Man hat das Gefühl, mehrere Zustände gleichzeitig zu sehen: Überlagerungen, Auslöschungen, Revisionen. Diese Arbeit wirkt intensiv, instabil und prozessual. Sie hält Zustände offen. Gerade dadurch entwickelt sie Präsenz.
WIND ÜBER GRÜN | WIND OVER GREEN
flüchtig wie der Wind
folgen sie nur ihrem Lauf
Flächen atmen grün
SPUREN IM NETZ | TRACES IN THE NET
pulsierendes Licht
keine Fessel hält
Erneuerung spricht
NOTES GREEN 25 P 6
atme ein
Sommerrauschen
trägt
BLATTSPUR | LEAF REMAINS
Echo der Erinnerung
Überreste einer Spur
Vergangenes das spricht
WINDSTOSS | GUST OF WIND
Bruchstücke
bewegt und
fortgetragen
HIMMELSAUGE | SKY EYE
Blick aus der Tiefe
versunken im Blau
zwinkert des Himmels Auge
NOTES GREEN 25 P 8
losgelöst
nun kann es
fließen
NOTES GREEN 25 P 4
Wachstum in Verwandlung
Kreisläufe im Werden
Strukturen im Entstehen