Malerei

LICHTRESONANZEN | LIGHT RESONANCES

resonanzfelder
schwingungen die lichterfüllt
ordnung die entsteht

LICHT GEFÜGE | LIGHT STRUCTURE

feld und spur im licht
eingeschrieben temporär
klang und resonanz

LICHTGESÄTTIGT | SATURATED WITH LIGHT

stark aufgeladen
lichtgesättigt ruhig
durchlässig gespannt

EINGESCHRIEBEN | INSCRIBED

gelber grund amorph
spuren eingeschrieben
linien der zeit

SCHLEIFENGEFÜGE | LOOP CONFIGURATION

nicht abgeschlossen
umfasst und hält zusammen
schwebend ein kraftfeld

ZWISCHEN ZEICHEN UND SUBSTANZ 26 P 2 | BETWEEN SIGN AND SUBSTANCE 26 P 2

kein chaos weder
ordnung schwebendes geschieht
masse gegen spur

RHYTHMISCH AUFGELADEN | CHARGED RHYTHMUS

zwischen zeichen und
substanzen aufgeladen
rhythmus vertikal

between sing and
substance rhythmically
charged vertical

GELBES RAUSCHEN | YELLOW NOISE

zwischen kontrolle
und zerfall geworfenheit
ein gelbes rauschen

TURBULENCE

nichts das sich fügt
aggressive präsenz
ringende kräfte

Zu sehen ist eine Arbeit, die zwischen Geste, Sediment und energetischem Feld oszilliert.
Das Bild wirkt wie ein Austragungsort von Kräften. Die Formen erscheinen nicht als Zeichen für etwas, sondern als materielle Ereignisse selbst – als Spuren eines Ringens zwischen Verdichtung und Auflösung. Interessanterweise entstehen keine stabilen Figuren. Dennoch evoziert das Bild permanent Ansätze von Körperlichkeit: Glieder, Fragmente, Gelenke, abrupte Richtungswechsel. Es scheint, als würde sich etwas formieren und zugleich wieder zerfallen. Dadurch entsteht eine Spannung zwischen organischer Bewegung und amorphem Grund. Der graue Hintergrund fungiert dabei als atmosphärisches Zwischenfeld. Er erinnert an Abrieb, Nebel, Betonstaub oder ausgelöschte Schichten. Die Oberfläche wirkt dadurch zeitlich aufgeladen. Man hat das Gefühl, mehrere Zustände gleichzeitig zu sehen: Überlagerungen, Auslöschungen, Revisionen. Diese Arbeit wirkt intensiv, instabil und prozessual. Sie hält Zustände offen. Gerade dadurch entwickelt sie Präsenz.